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Ausgewählte Rezensionsexzerpte
Ein kuratiertes Dossier von Rezensionsexzerpten zu Aufführungen, Aufnahmen, Uraufführungen, Festivals und künstlerischen Aktivitäten von Aleksander Gabryś aus verschiedenen Publikationen und Jahren.
Ausgewählte Exzerpte aus Rezensionen, Pressenotizen und Festivalberichten zu Aufführungen, Aufnahmen, Uraufführungen und künstlerischen Aktivitäten von Aleksander Gabryś aus verschiedenen Publikationen und Jahren.
Bewunderung weckten die Virtuosität und Energie des Künstlers, sein Bühnensinn und sein ausgezeichnetes Gespür für agogische und rhythmische Dramaturgie.
Unter den ausländischen Solisten vertraten einige ein sehr hohes Niveau - etwa der weltberühmte niederländische Klarinettist Harry Sapanaay, der junge, fantastische Kontrabassist aus Polen Aleksander Gabryś und die renommierte Schweizer Mezzosopranistin Brigitte Balleys /.../
Im zwanzigminütigen Raum des Kontrabasskonzerts, eines sehr ernsten, geradezu erhabenen Werks voller verdichteter Expressivität, begegneten einander verwandte Seelen: ein temperamentvoller, aber mit großem Selbstbewusstsein ausgestatteter Dirigent, ein „scharf“ schreibender Komponist und ein eindrucksvoller Solist mit flexibler, mitgestaltender Persönlichkeit.
Durch seine Musik widerlegt Gabryś die Behauptung, der Kontrabass sei ein wenig dankbares Instrument.
Gabryś entfesselte eine wahre Orgie von Klängen, die er dem Instrument auch durch verschiedene unkonventionelle Spielweisen entlockte.
Wir erhielten, auch dank der hervorragenden Instrumentalisten des NOSPR, eine Fassung, die vollständig mit der Notation und den Absichten des drei Jahre zuvor verstorbenen Autors übereinstimmte: eine erschütternde „Urtext“-Version.
Mit vielen Talenten ausgestattet - schöpferischen, instrumentalen und darstellerischen -, bewegt sich Aleksander Gabryś auf eine neosynkretische Kunst zu; das ist sein Element.
Bewundernswert war die Leichtigkeit und Natürlichkeit, mit der Gabryś die virtuosen Fallen von Donatonis vielschichtiger Komposition LEM überwand und anschließend in Junghae Lees Iyon („das Wasser überqueren“), einem Werk, das sich wie in einer anderen Zeit ereignet, die „musikalische Schrift“ der koreanischen Komponistin kalligrafierte. /.../
Ausgewählte Rezensionsexzerpte
2001
„Współczesność i tradycja“, Katowice
Kontext: Auftritt von Aleksander Gabryś am 21. Dezember vor dem Katowicer Publikum in der Reihe „Współczesność i tradycja“; das Programm umfasste u. a. Werke von Sperger, Bottesini, Giacinto Scelsi und Ronald Ford.
Quelle: Teresa Michalik, Ruch Muzyczny Nr. 3, Warschau 2001.
Die kurze Anreise aus Basel, wo Aleksander Gabryś im zweiten Jahr seine Ausbildung an der Musik-Akademie vertiefte, verband der talentierte Kontrabassist mit einem Auftritt vor dem Katowicer Publikum (21. Dezember) in der Reihe „Współczesność i tradycja“ /…/. Der Solist stellte ältere Werke aus dem Kontrabasskanon vor, die es dem Künstler erlaubten, nicht nur sein Handwerk glaubhaft zu machen, sondern auch sein stilistisches Gespür zu zeigen - sowohl in Spergers wenig bekannter Sonate h-Moll als auch in Bottesinis Capriccio di bravura, das das Programm wirkungsvoll beschloss. Das Programm umfasste außerdem mit besonderer Spannung erwartete zeitgenössische Kompositionen: Giacinto Scelsis C’est bien la nuit und Ronald Fords High Rice. Bewunderung weckten die Virtuosität und Energie des Künstlers, sein Bühnensinn und sein ausgezeichnetes Gespür für agogische und rhythmische Dramaturgie. Die außerordentliche Schönheit des Klangs und das Spiel der Farben erfreuten, besonders im Werk von Scelsi. (…) Die unzweifelhafte Virtuosität des Künstlers wird bereits von einem individuellen Stil beherrscht, der dennoch die Intentionen der Komponisten berücksichtigt, frei und zugleich wachsam.
Festival Melos-Etos, Bratislava
Kontext: Festival Melos-Etos, Bratislava 2001; Konzert am 13. November im Studio 2 des Slowakischen Rundfunks mit Werken für Kontrabass solo, u. a. von Luca Lombardi, Ronald Ford, Giacinto Scelsi, Ryszard Gabryś und Iannis Xenakis.
Quelle: Pavol Šuška, Hudobny vot Nr. 12, Bratislava 2001.
Am 13. November traten im Studio 2 des Slowakischen Rundfunks der talentierte polnische Kontrabassist Aleksander Gabryś und das hervorragende slowakische Klavierduo Eleonora Škutová und Mikuláš Škuta in einem gemeinsamen Konzert auf. Im ersten Teil des Programms hörten wir Kompositionen verschiedener Autoren für Kontrabass solo, die dank der suggestiven Interpretation des Solisten außerordentlich wirkungsvoll klangen. Aleksander Gabryś (1974) ist Preisträger mehrerer europäischer Wettbewerbe und konzentriert sich auf zeitgenössische Musik. Im Konzert spielte er Werke, in denen sich charakteristische Zeichen der Neuen Musik (neue Spieltechniken, die Suche nach klangfarblichen Möglichkeiten des Instruments) mit Elementen des instrumentalen Theaters verbinden. Das erste Werk, Luca Lombardis Essay, brachte eine Verbindung von aggressiver, dramatischer Musik mit dem falsettartigen „Sprechgesang“ des Kontrabassisten. Ronald Fords High Rice wiederum zeigte Einflüsse des Jazz. Giacinto Scelsis C’est bien la nuit war besonders auf die klanglichen Möglichkeiten des Instruments ausgerichtet. Das nächste Werk, An die Freude von Ryszard Gabryś, dem Vater des Kontrabassisten Aleksander, war von Elementen des instrumentalen Theaters geprägt - auch hier sang der Kontrabassist wieder, und das Publikum konnte sich in manchen Momenten das Lachen nicht verkneifen, denn das Werk trägt Stimmungen von Humor und Ernst zugleich. Im Finale des erfolgreichen Auftritts erklang das technisch äußerst schwierige Werk Theraps von Iannis Xenakis.
Melos-Etos, Bratislava
Kontext: 6. Internationales Festival für zeitgenössische Musik Melos-Etos in Bratislava.
Quelle: Domino-Forum, Bratislava 2001.
Vom 7. bis 16. November fand in Bratislava die 6. Ausgabe des Internationalen Festivals für zeitgenössische Musik Melos-Etos statt, des repräsentativsten Forums dieser Art in der Slowakei und Mitglieds der European Conference of Promoters of New Music (ECPNM).
/…/ Unter den ausländischen Solisten vertraten einige ein sehr hohes Niveau - etwa der weltberühmte niederländische Klarinettist Harry Sapanaay, der junge, fantastische Kontrabassist aus Polen Aleksander Gabryś und die renommierte Schweizer Mezzosopranistin Brigitte Balleys /…/
2002
Festivalerfolge und der Tadeusz-Baird-Wettbewerb für junge Komponisten
Kontext: Solistische Erfolge in Davos, Banská Bystrica und Bratislava sowie eine kompositorische Auszeichnung beim 43. Tadeusz-Baird-Wettbewerb für junge Komponisten.
Quelle: Monatszeitschrift Śląsk Nr. 1, Katowice 2002.
Nach den renommierten Erfolgen als Kontrabass-Solist, die er im Herbst bei internationalen Festivals in Davos (XVI Forum Das Theatralische In der Musik) sowie in der Slowakei (III Hudobné Salóny in Banská Bystrica, VI Festival Melos-Etos in Bratislava) errungen hatte, erinnerte der Katowicer Musiker, der sich bereits im dritten Jahr mit einem Stipendium der Lyra-Stiftung in Zürich in Basel aufhielt, erneut als Komponist an sich: als Preisträger des im November 2001 in Warschau entschiedenen 43. Tadeusz-Baird-Wettbewerbs für junge Komponisten. /…/ Hervorzuheben ist, dass Aleksander Gabryś als Instrumentalist bereits Widmungsträger mehrerer Solowerke ist, inspiriert von seiner instrumentalen Virtuosität und den Möglichkeiten, die die kompositorische Vorstellungskraft des Künstlers eröffnet. /…/
XVI. Warschauer Musikbegegnungen
Kontext: XVI. Warschauer Musikbegegnungen, Mai 2002; Krzysztof Knittel, Sonata da camera Nr. 11 für Kontrabass und Synthesizer, sowie Ryszard Gabryś, An die Freude.
Quelle: Beata Bolesławska, Ruch Muzyczny Nr. 13, Warschau 2002.
Für den vorletzten Tag des Festivals war ein Konzert geplant, das hauptsächlich mit elektronischer Musik gefüllt war. Im Saal des Masowischen Zentrums für Kultur und Kunst stellte Krzysztof Knittel seine neueste Sonata da camera Nr. 11 für Kontrabass und Synthesizer vor und fand diesmal einen hervorragenden Partner im jungen Kontrabassisten (und Komponisten) Aleksander Gabryś. Dieser zeigte außerdem vokal-darstellerische Fähigkeiten in der Komposition seines Vaters Ryszard, An die Freude, die grotesk auf Beethovens Neunte Symphonie und den Text der Ode an die Freude Bezug nimmt. In diesem Werk überlagern sich sonoristische Klänge des Kontrabasses mit Textfragmenten, die der Solist auf unterschiedliche, oft geradezu dämonische Weise interpretiert. /…/
Finale der 57. Saison der Schlesischen Philharmonie
Kontext: Ankündigung des Abschlusskonzerts der Schlesischen Philharmonie mit Piotr Radkos Kontrabasskonzert.
Quelle: Dziennik Zachodni Nr. 141, Katowice 2002.
Mit Roman Lasocki und Aleksander Gabryś beschließen die Schlesischen Philharmoniker am Freitag ihre 57. Saison. /…/ Vom Abschlusskonzert darf man sich viel versprechen; Piotr Radkos Kontrabasskonzert wird aufgeführt. Den Solopart spielt der talentierteste Kontrabassist der jungen Generation, Aleksander Gabryś. /…/
Piotr Radkos Kontrabasskonzert
Kontext: Konzert am 21. Juni zum Abschluss der Saison der Schlesischen Philharmonie; Uraufführung von Piotr Radkos Kontrabasskonzert.
Quelle: Teresa Michalik, Ruch Muzyczny Nr. 16/17, Warschau 2002.
Beim Konzert am 21. Juni, das die Saison der Schlesischen Philharmonie abschloss, stellte der junge Kontrabassist Aleksander Gabryś, auf einem historischen Instrument aus dem 19. Jahrhundert spielend, Piotr Radkos Kontrabasskonzert - das neueste Werk (Uraufführung) des 45-jährigen, in Deutschland tätigen Absolventen der Katowicer Musikakademie - bravourös, in einem virtuosen, großen romantischen Stil vor.
/…/ Zur Komposition des Aleksander Gabryś gewidmeten Kontrabasskonzerts bewogen den Komponisten frühere Erfahrungen mit diesem Instrumentalisten, der sein Allegro Barbaro für Kontrabass und Klavier uraufgeführt hatte. Das im Jahr 2000 vollendete Konzert wurde vom Publikum außerordentlich wohlwollend aufgenommen, was Kontrabass-Solisten, die mit konzertant-symphonischem Repertoire eher spärlich bedacht sind, nicht oft widerfährt. Umso größer ist die Freude, mit der ein neues Werk zu begrüßen ist /…/. Im zwanzigminütigen Raum des Kontrabasskonzerts, eines sehr ernsten, geradezu erhabenen Werks voller verdichteter Expressivität, begegneten einander verwandte Seelen: ein temperamentvoller, aber mit großem Selbstbewusstsein ausgestatteter Dirigent, ein „scharf“ schreibender Komponist und ein eindrucksvoller Solist mit flexibler, mitgestaltender Persönlichkeit. Der Eindruck war imposant /…/.
Piotr Radkos Kontrabasskonzert
Kontext: Aufführung des Aleksander Gabryś gewidmeten Kontrabasskonzerts von Piotr Radko mit dem von Mirosław Jacek Błaszczyk geleiteten Orchester.
Quelle: Marcin Mońka, Gazeta Wyborcza, Katowice, 24. Juni 2002.
Der erste Solist des Abends war Aleksander Gabryś - ein hervorragender Kontrabassist der jungen Generation, Absolvent der Katowicer Musikakademie. Er spielte das ihm vom Komponisten gewidmete Kontrabasskonzert von Piotr Radko. Er spielte mit Natürlichkeit und Präzision und arbeitete gut mit dem von Mirosław Jacek Błaszczyk geleiteten Orchester zusammen. /…/
X. Schlesische Tage der zeitgenössischen Musik
Kontext: X. Schlesische Tage der zeitgenössischen Musik, Festival des Polnischen Komponistenverbands in Katowice; Aleksander Gabryś, Abraxas für Streichinstrumente und Tonband.
Quelle: Marek Skocza, Dziennik Zachodni Nr. 235, Katowice 2002.
/…/ Es gab viel verdienten Applaus. Noch größeren erhielt das neue Werk von Aleksander Gabryś, Abraxas für Streichinstrumente und Tonband /…/, in dem das Ensemble auf das feste Element des Tonbands (Rauschen, Wellen) die Klänge weiterer Streicher auffädelt, mit außerordentlich interessanten Rhythmen von Violoncelli und Kontrabass. Musik des Kosmos, ein Lauf zur Fülle des Glücks, zur Fülle des Wissens oder was immer man sonst wünschen mag... Bravo. /…/
Finale der 57. Saison der Schlesischen Philharmonie
Kontext: Aufführung des Konzerts für Kontrabass und Orchester von Piotr Radko mit Aleksander Gabryś als Solist.
Quelle: Marek Skocza, Dziennik Zachodni Nr. 146, Katowice 2002.
/…/ Mit einem starken Akzent beschlossen die Schlesischen Philharmoniker ihre 57. künstlerische Saison /…/ durch zwei mitreißende Kreationen: den sehr jungen Kontrabassisten Aleksander Gabryś und den nach schwerer Krankheit auf die Bühne zurückkehrenden Geiger Roman Lasocki. /…/ Mit Blick auf Aleksander Gabryś komponierte Piotr Radko das Konzert für Kontrabass und Orchester. /…/ Eine wesentliche Rolle bei der sehr guten Aufnahme der neuen Komposition Radkos spielte der junge Instrumentalist, der ungewöhnliche Reife und enorme musikalische Kultur zeigte. Durch seine Musik widerlegt Gabryś die Behauptung, der Kontrabass sei ein wenig dankbares Instrument. Er vermag auf ihm die zartesten Bekenntnisse zu spinnen, um im nächsten Moment gleichberechtigter Partner des Orchesters zu sein, dem Radko eine dem Soloinstrument gleichwertige Rolle zuweist. Aleksander Gabryś „wetteiferte“ nicht mit dem sehr gut geführten Orchester und stellte seine Virtuosität nicht zur Schau. Dadurch konnten wir sowohl die Tiefe als auch die Schönheit von Piotr Radkos Werk genießen.
2004
Ars Cameralis Silesiae Superioris
Kontext: Krzysztof Knittel und Aleksander Gabryś, W stronę Buñuela; Vorführung des Films Ein andalusischer Hund.
Quelle: Ruch Muzyczny Nr. 2, Warschau 2004.
In der starken Strömung multimedialer Suche bei Ars Cameralis Silesiae Superioris begegneten sich Krzysztof Knittel und Aleksander Gabryś; ihr Programm W stronę Buñuela funkelte, provozierte und zog mit ungewöhnlicher Dynamik, Energie und kompositorischem Einfallsreichtum hinein. /…/ Zur Dominante des Abends wurde die Projektion des Films Ein andalusischer Hund; beide Musiker erwiesen sich hier als sehr schöpferische, witzige und diesem Bild angemessene Stummfilmbegleiter.
XVI. Tage der Musik Krakauer Komponisten
Kontext: XVI. Tage der Musik Krakauer Komponisten, Internationales Festival für zeitgenössische Musik, Mai-Juni 2004; Solorezital von Aleksander Gabryś mit Werken u. a. von Krystyna Moszumańska-Nazar, Klaus Huber, Thomas Kessler und seiner eigenen Komposition Nano.
Quelle: Adam Walaciński, Dziennik Polski, Kraków, 01.06.2004.
/…/ Einen starken Akzent setzte das Solorezital von Aleksander Gabryś, einem in Basel lebenden Kontrabassisten, der ein interessant zusammengestelltes Programm präsentierte. Die 3 Moments musicaux von Krystyna Moszumańska-Nazar, als Pflichtstücke für einen Interpretationswettbewerb in Paris geschrieben, gaben ihm Gelegenheit, eine ausgezeichnete Beherrschung der traditionellen Technik zu zeigen; zwei stilistisch unterschiedliche Werke Schweizer Komponisten zeugten von großem interpretatorischem Potenzial. Ein Hauch von Unzeit VII des hochbetagten Klaus Huber - fragile Musik, aus kurzen Phrasen und einzelnen, durch Pausen getrennten Klängen gewebt, in gedämpfter Dynamik gehalten - wurde sehr subtil und zart gespielt, während Gabryś in Thomas Kesslers Kontrabass Kontrol für Kontrabass und Computer eine wahre Orgie von Klängen entfesselte, die er dem Instrument auch durch verschiedene unkonventionelle Spielweisen entlockte. /…/ In seiner eigenen Komposition Nano, bestimmt für einen „kreativen Kontrabassisten“, zeigte Gabryś, was er kann. Es handelt sich um ein Werk aus dem Bereich des sogenannten instrumentalen Theaters, seinem Wesen nach eigentlich nahe an freier Performance: Der Ausführende spielt nicht so sehr ein Werk, sondern vielmehr „sich selbst“, unter Einsatz verschiedenster Mittel - Gesten, Sprache, Gesang, Schreie, instrumentale Aktionen usw. -, alles grell überzeichnet, denaturalisiert und mit großer Ausdruckskraft dargeboten. /…/
Wenn der Kontrabass ertönt
Kontext: Jour fixe der IGNM Basel im Gare du Nord; Rezital von Aleksander Gabryś mit Werken von Jevgenij Iršai, Witold Szalonek, Klaus Huber und Thomas Kessler.
Quelle: Nikolaus Cybinski, Basellandschaftliche Zeitung Nr. 234, 6. Oktober 2004.
Der ersten Jour fixe der IGNM (Internationalen Gesellschaft für Neue Musik) Basel der neuen Saison in der Gare du Nord bestritt der seit fünf Jahren als freier Musiker in Basel lebende Kontrabassist Aleksander Gabrys. In seinem einstündigen Recital mit Werke von Jevgenij Irsai, Witold Szalonek, Klaus Huber und Thomas Kessler beeindruckte er als virtuos und engagiertspielender Musiker, dem technische Schwierigkeiten – und in allen vier Stücken gab es die zuhauf – keine Probleme bereiten, wenngleich ihm in Irsais Fremotonia (zu deutsch etwa: Gebrüll, Getöse, auch Geheul) der Schweiss in Strömen vom Gesicht floss./…/
XI. Schlesische Tage der zeitgenössischen Musik
Kontext: XI. Schlesische Tage der zeitgenössischen Musik, Katowice 2004; Aufführung von Witold Szaloneks Musica concertante per violbasso e orchestra mit dem Nationalen Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks.
Quelle: Teresa Michalik, Ruch Muzyczny Nr. 24, Warschau 2004.
/…/ Als künstlerisches Ereignis von außergewöhnlicher Dimension erwies sich Witold Szaloneks Musica concertante. Bertram Turetzky und Fernando Grillo hatten diese halbstündige Partitur gespielt, doch erst diese Aufführung scheint eine Fassung mit den Merkmalen eines Urtexts hervorzubringen. Gabryś junior konnte persönliche interpretatorische Hinweise und „Lektionen“ des Schöpfers nutzen, da er die Kadenz aus der Musica concertante mehr als einmal aufgeführt hatte; und da er zugleich ein kreativer, unruhiger Komponist ist, erschütterte das künstlerische Ergebnis durch die Tiefe der Introspektion /…/.
Vom Polnischen Komponistenverband im Polnischen Rundfunk veröffentlichte CD
Kontext: Aufnahme von Werken Edward Bogusławskis; Solopart von Aleksander Gabryś in Concerto-fantasia.
Quelle: Magdalena Dziadek, Śląsk Nr. 12, Katowice 2004.
Werke von Edward Bogusławski wurden von hervorragenden Künstlern eingespielt: vom Orchester „Camerata Impuls“ unter der Leitung von Małgorzata Kaniowska. Den Solopart in Concerto-fantasia spielt Aleksander Gabryś, dem das Werk gewidmet ist. Auch diesmal enttäuschten der bekannte virtuose Nerv von Gabryś junior und sein unfehlbares Gespür für die Atmosphäre der Musik nicht. /…/
2005
Witold Szaloneks Musica concertante
Kontext: Aufführung von Witold Szaloneks Musica concertante mit dem NOSPR, besprochen nach den XI. Schlesischen Tagen der zeitgenössischen Musik.
Quelle: Monatszeitschrift Śląsk Nr. 6, Katowice 2005.
Es ist die edelste Art sakraler Musik, weil ohne Embleme und ohne Zitat-Erpressung, kathartisch, die der Kontrabassist Aleksander Gabryś mit einer grenzhaften Expressivität, aber auch mit Diskretion erfasste. Selbst Komponist, vermochte er auf raffinierte Weise und im Sinne Szaloneks, mit dem er sich im Voraus beraten hatte, all jene Aleatoriken und improvisatorischen Gelegenheiten zu gestalten, die die grafische Anlage der Partitur der Musica concertante provoziert. Wir erhielten, auch dank der hervorragenden Instrumentalisten des NOSPR, eine Fassung, die vollständig mit der Notation und den Absichten des drei Jahre zuvor verstorbenen Autors übereinstimmte: eine erschütternde „Urtext“-Version. /…/
Ensemble MW2
Kontext: Aussage von Adam Kaczyński, Leiter des Ensembles MW2, über Aleksander Gabryś als neuen Interpreten des Ensembles.
Quelle: Adam Kaczyński, Leiter des Ensembles MW2, Gazeta Wyborcza, 7. Oktober 2005.
/…/ Wir haben derzeit im Ensemble einen neuen Interpreten - Aleksander Gabryś aus Basel. Er ist ein wunderbarer Kontrabassist, Performer. Hervorragend sowohl instrumental als auch darstellerisch. /…/
Internationales Theaterfestival Malta
Kontext: Internationales Theaterfestival „Malta“ in Poznań, 2005; Auftritt in einem Werk von Ryszard Gabryś sowie in Dinu Ghezzos Samson In Dresden.
Quelle: Tomasz Praszczałek, Ruch Muzyczny Nr. 17, Warschau 2005.
/…/ Der sensationelle Kontrabassist Aleksander Gabryś schuf im Werk seines Vaters wie auch in Dinu Ghezzos Samson In Dresden eine wirkliche Kreation, sowohl musikalisch als auch darstellerisch. /…/
XX. Orgel-Conversatorium in Legnica
Kontext: XX. Orgel-Conversatorium in Legnica, 2005; Ryszard Gabryś, Il cicerone per contrabbasso ed strumenti ad arco, Camerata Impuls unter der Leitung von Małgorzata Kaniowska.
Quelle: Marcin Tadeusz Łukaszewski, Kulturvierteljahrsschrift Opcje Nr. 4, Katowice 2005.
/…/ An der Präsentation von Il cicerone per contrabbasso ed strumenti ad arco nahm das Kammerorchester Camerata Impuls unter der Leitung von Małgorzata Kaniowska teil. Den Kontrabasspart im Werk von Ryszard Gabryś spielte Aleksander Gabryś, der Sohn des Komponisten, der auch Autor der Kadenz zu diesem Werk ist. In diesem im Hinblick auf klangliche, formale und technologische Lösungen etwas schockierenden, aber auch witzigen Werk bewies Aleksander Gabryś Fantasie, meisterhaftes Spiel und darstellerische Fähigkeiten. /…/
„Polska Muzyka Najnowsza“ — NOSPR-Festival der Uraufführungen
Kontext: „Polska Muzyka Najnowsza“ — NOSPR-Festival der Uraufführungen, Katowice 2005; Uraufführung von Aleksander Gabryśs If it’s Truth mit dem Schlesischen Quartett.
Quelle: Jarosław Lewicki, Gazeta Metropolitalna Nr. 7, Katowice 2005.
Das Schlesische Quartett eröffnete die Festival-Uraufführungen, indem es Aleksander Gabryś begleitete, der in einer Doppelrolle zum gemeinsamen Musizieren eingeladen war: als Autor von If it’s Truth, einem bewegenden und hervorragend aufgenommenen Werk, und als Leiter bei der Uraufführung dieser elfminütigen Komposition, inspiriert von den Gedichten E. E. Cummings’, ihrer Poetik und Syntax. /…/ Es war zweifellos das erste, bewegende Ereignis und der „Blitz“ des Festivals, sofort vom Kreis der Beteiligten gewürdigt /…/. Die Partitur, ihre existenziellen Wahrheiten und ihre Form faszinierten; schon in den ersten Pausenkritiken wurde die außergewöhnliche Kraft der Botschaft - klanglich und „geistig“ -, die originelle Konzeption, Expression und Sonoristik hervorgehoben, Aspekte, die durch die Teilnahme des Autors an der Uraufführung besonders deutlich wurden. /…/ Mit vielen Talenten ausgestattet - schöpferischen, instrumentalen und darstellerischen -, bewegt sich Aleksander Gabryś auf eine neosynkretische Kunst zu; das ist sein Element. Die künstlerischen häuslichen Traditionen tragen Früchte, aber auch alles, was der heute dreißigjährige Katowicer in Basel erfahren und gelernt hat, als Absolvent der dortigen Musik-Akademie und Mitglied der auf Avantgardemusik ausgerichteten, in Europa geschätzten Gruppe Ensemble Phoenix Basel. Wir warten auf die nächsten Partituren und Annäherungen an die Idee des Gesamtkunstwerk.
2008
dissonanz #101
Kontext: Besprechung einer Komposition von Aleksander Gabryś, die auf Quijote, den Spiegel und narrative Improvisation verweist.
Quelle: Andreas Fatton, dissonanz # 101, Basel 2008.
/…/<<Ich möchte>>, sagt Aleksander Gabrys zu seinem Stück, <<dass sich in dem Futurum-Spiegel das altrittertümliche Perfectum besieht.>> Aus Quijotes Ringen mit dem Spiegelritter wird so eine grossangelegte erzählende Improvisation, die Knt, Wittgenstein oder Calderon zitiert – und überhaupt von einem Tief-Sinn ist, wie ihn nur polnische Kontrabassisten haben können./…/
Gunten von Helmut Oehring, Ensemble Phoenix
Kontext: Helmut Oehring, Gunten, Ensemble Phoenix; die Rolle des Kraus am Kontrabass.
Quelle: Sibille Ehrismann, Basellandschaftliche Zeitung Nr. 285, 18. Oktober 2008.
/…/Wie immer bei Oehring sind auch hier die acht Musiker gleichzeitig Darsteller, vor allem Instituts-Kollegen von Jakob: etwa der prinzipientreue Kraus am Kontrabass, oder der dumme Peter an der Bass- und Kontrabassklarinette. Alle Musiker sind in kurze graue Schulhosen und Jackett gekleidet (Kostüme: Regina Lorenz), und sie spielen ihre Rollen gut. Vor allem den grossgewachsenen Kraus charakterisiert Aleksander Gabrys mit einer guten Mischung von körperlicher Überlegenheit und devoter Haltung. /…/
2009
XIII. Schlesische Tage der zeitgenössischen Musik
Kontext: XIII. Schlesische Tage der zeitgenössischen Musik, Katowice, November 2008; Werke von Michel Roth, Alfred Knüsel, Franco Donatoni und Junghae Lee.
Quelle: Teresa Michalik, Ruch Muzyczny Nr. 1, Warschau 2009.
/…/ Aleksander Gabryś gab einzigartige Interpretationen von Kompositionen herausragender Schweizer: Michel Roths Kavalkade für singenden Kontrabassisten (Uraufführung) und Alfred Knüsels Kadenz I IV. Beide Werke erwiesen sich als sehr raffiniert: Roths Werk, inspiriert von einem Gedicht Pessoas, riss durch Energie und Vitalität mit; Knüsels - durch Poesie und subtile Sonoristik. Bewundernswert war die Leichtigkeit und Natürlichkeit, mit der Gabryś die virtuosen Fallen von Donatonis vielschichtiger Komposition LEM überwand und anschließend in Junghae Lees Iyon („das Wasser überqueren“), einem Werk, das sich wie in einer anderen Zeit ereignet, die „musikalische Schrift“ der koreanischen Komponistin kalligrafierte. /…/